Scholars For Peace in the Middle East
Login
Not subscribed yet? • Click Here
Search  

HOME  |   CONTACT US  |   SPME - Austria  |   SPME - Germany  
Previous PagePrevious Page  E-Mail This PageE-Mail This Page  Print This PagePrint

«SCHWARZE LISTE» MIT JüDISCHEN PROFESSOREN EMPöRT ITALIEN
Published in: Basler Zeitung February 8, 2008

http://www.baz.ch/news/rss.cfm?keyID=d9d08a04-1208-4059-9e63e3737491f484&startpage=1&ObjectID=FA271161-1422-0CEF-70F0F293EC2822D5

Rom. sda/afp/apa/baz. Eine im Internet veröffentlichte «Schwarze Liste» mit Namen jüdischer Professoren hat in Italien für Entsetzen gesorgt. Die jüdische Gemeinde des Landes reichte am Freitag Anzeige gegen die unbekannten Autoren ein.

Die Blogger hatten die Namen von 162 Professoren an italienischen Universitäten veröffentlicht, die laut den Internet- Angaben «jüdisch sind oder Israel unterstützen». Diese würden «Propaganda für Israel machen und ihre Interesse auf Kosten des italienischen Volks verteidigen», wurde behauptet.

Innenminister Giuliano Amato ordnete umgehend Ermittlungen an. Der Blog wurde inzwischen unleserlich gemacht. Bildungsminister Giuseppe Fioroni reagierte entsetzt: «Das ist eine Schande», sagte er. «Die Tatsache, dass eine Art Ku-Klux-Klan der Moderne solche Listen veröffentlichen kann, mit denen Juden verunglimpft werden, ist sehr beunruhigend.»

Die meisten auf der Liste genannten Professoren lehren an der Universität La Sapienza in Rom. «Der Antisemitismus und jegliche Form von Diskriminierung hat nichts mit den Werten zu tun, die die Universität vertritt», sagte der Leiter der Universität.

«Es ist ein Wahnsinn. Die Autoren der Liste müssen schwer bestraft werden», forderte Geschichtsprofessorin Anna Foa, deren Namen auf der Liste steht.


Previous PagePrevious Page  E-Mail This PageE-Mail This Page  Print This PagePrint

Home | About Us | Subscribe | Contact Us
Scholars For Peace in the Middle East  © . All rights reserved.
Logo by Vizualle